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Netzteil für OpAmp-Versuche



Hier noch ein paar Anmerkungen zu Netzteilen für diejenigen, die keinen Dauervorrat an 9V-Batterien anlegen wollen.

OpAmp-Netzteil mit +/-15V Wer nichts anderes Großartiges aus dem Netzteil versorgen möchte und nur ein paar OpAmp-Experimente ohne Batterie machen möchte, ist mit diesem hier gut bedient.

Die Gleichrichterbrücke macht aus den beiden getrennten Teilspulen des Trafos sowohl die +15V als auch die -15V. Beide werden mit 470 µF geglättet und speisen in zwei komplementäre Spannungsgregler ein. Die vier Tantal-Elkos sind nötig, damit die Spannungsregler nicht herumtorkeln.

Die Mitte stammt direkt von der Mitte der beiden beiden Trafowicklungen ab. Es spielt aber auch keine Rolle, wo die herkommt oder ob beide Spannungsregler exakt die gleiche Spannung absondern: sie ist fürderhin immer die Referenz und ihre exakte Höhe gar nicht ausschlaggebend.

Netzteil für Lautsprecherverstärker

Nehmen wir nun mal an, wir wollten mit dem Mikrofon einen Lautsprecher mit einer Impedanz von 8 Ω mit zwei Watt Leistung betreiben. Dann bräuchten wir dafür mit P = U * I und I = U / R dafür U = √(P * R) = √(2 * 8) = 4 V.

Nun zum Strom. Mit P = U * I und U = I * R kommen wir zum Strom: Mit P = I2 * R kriegen wir den Strom zu I = √(P / R) = √(2 / 8) = 0,4 A. Das ist etwas viel mehr als so ein Operationsverstärker liefern kann und wir brauchen ein paar zusätzliche Transistörchen.

Da wir nur 4 Veff brauchen, sind wir mit Upp = Ueff * 2 * √2 = 16 Vpp dabei, können also einen 2*9V-Trafo mit 4,8 VA nehmen.

Netzteil für Lautsprecherverstärker Das wäre nun das Netzteil. Es liefert ungeregelte +/-12 V für die Transistorstufe und geregelte +/-9 V für den OpAmp.

Der Lautsprecherverstärker

Nachdem wir nun das Netzteil dafür haben, muss unbedingt noch der Verstärker dafür her.

Lautsprecherverstärker mit OpAmp Das ist schon alles. Den 1000-fach Mikrofonverstärker kennen wir schon. Neu ist nur die Ankopplung der beiden Leistungstransistoren an den OpAmp. Beide werden direkt vom Ausgang angetrieben und lenken die Lautsprechermembran entweder nach Plus hin (oberer Transistor) oder nach Minus hin (unterer Transistor) aus.

Auch den 33pF-Kondensator kennen wir schon: er sorgt für eine Höhenabsenkung ab 10 kHz aufwärts. Dadurch dass wir die Rückkopplung nicht an den OpAmp-Ausgang sondern an den Lautsprecher gelegt haben, sorgt der OpAmp für eine exakte Spannung am Lautsprecher. Man beachte auch, dass der Lautsprecher keinen Elko braucht, denn er hängt direkt an den beiden Emittern und der Mittenspannung.

©2021 by Gerhard Schmidt